Sonntag, 31. August 2008

Der perfekte Tag


Seitdem ich Depressionen hatte, kann ich nahezu euphorisch werden, wenn ich in kleinen Dinge das Gefühl habe: Jetzt grade bin ich glücklich. Und weil ich mich dann über dieses Glücksgefühl viel mehr freue als früher, weil es zwischenzeitlich so gänzlich verloren war, setzt dieser erste kleine Moment manchmal eine unglaubliche Reaktion in Gang. Erst ist es nur ein kleines Glücksteilchen, das zufrieden mit dem Hintern wackelt, dann stößt es auf ein zweites und so weiter bis schließlich alle in einer großen Teilchenglückskettenreaktion explodieren. Und da ist er dann - der perfekte Tag.

GLÜCKWUNSCH!

Der Unterzeichner hat mit Bravour seine Prüfungen zum LL.M. hinter sich gebracht. Das musste befeiert werden. Also ging es ab ins La Casita, wo man zu einem leckeren Beilagen- und Dessertbuffet große Spieße saftigen Fleisches an den Tisch getragen bekommt, von denen dann jeweils dünne Scheibchen auf den Teller geschnitten werden - oder auch nicht.

So viel kann nämlich kein Mensch essen. Jeder Tisch hat ein Lämpchen. Solange das leuchtet, kommt der Spießträger ohne nennenswerte Pause immer wieder mit leckeren Köstlichkeiten: Hüftsteak, Lamm, Pute, Tafelspitz, Kassler, Ananas ... Ein Schlaraffenland! Dazu gibt es Mojitos und Sambatanzeinlagen.



Allerdings hatten wir nur zwei Tänzerinnen, die sich aber alle Mühe gaben. Und eine Sambapolonaise am Schluss. Nunja. Die Mojitos - und so ...

Im Fegefeuer der Eitelkeiten


Letztes Wochenende musste ich dringend in Zürich ein paar Hände schütteln, denn die Steinberg-Ausstellung hatte Eröffnung im Kunsthaus und bei dieser Gelegenheit wollte ich eine nette Kollegin von der Saul Steinberg Foundation in New York treffen.

So weit, so schön. Der Rest meines Urlaubs versank leider zum Großteil in Regen. Und was macht man da? Shoppen, natürlich. Ich habe mich in mein Schicksal ergeben und eine neue Tradition begründet. Von jedem Reiseziel jenseits von 30 Kilometern werde ich überteuerten Schmuck mitbringen! Dieses Mal: ein aus 6.750 filigranen Nibelungensilberstäbchen geklöppelter Armreif.

Innen steht graviert: "Zuhause ist es doch am schönsten!" Stimmt nämlich. Was für eine eitle Stadt. Schön, durchaus. Aber eitel. Ich sag nur "Goldküste"!

Die zweite Hälfte war ich dann in Luzern. Wow. Die Promenade am Fluß lang, mit den kleinen Brückchen, pure Idylle. Jedenfalls nach dem Regen. Während des Regens gab es aber immerhin The Dark Knight. Es ist schon tragisch, dass dieser Joker keine Fortsetzung haben wird. Ich hätte Heath Ledger eine so großartige Performance gar nicht zugetraut. Chapeau!

Am letzten Tag schien dann doch noch die Sonne und wir sind über den See geschippert. So soll ein Sonntag sein. Ich habe angesichts der glücklichen Zweisamkeit um mich rum auch nur ein bisschen mit den Zähnen geknirscht und mich in den mir so eigenen Autismus geflüchtet, der mich gerne schon mal bei Menschenmassen größer gleich 2 überkommt, hihi.

Ja, und dann gab es noch die 5-Minuten-Terrine des Glücks. Den Zug zum Flughafen erwischte ich nur, weil er 5 Minuten später fuhr, den Boarding Pass bekam ich auch nur durch einen netten, gleichwohl verlogenen Check-In-Mitarbeiter, der irgendwem am Telefon was von einem ausgefallenen Zug erzählte, und nachdem ich dann noch den kompletten Bodycheck an der Sicherheitskontrolle absolvieren durfte, konnte ich tatsächlich rechtzeitig als Letzte ins Flugzeug springen. Da war auch alle Eile geboten - schließlich standen wir ab da nur noch 45 Minuten am Platz, weil die Koffer nicht kamen. Argh!

Dienstag, 5. August 2008

Öh.

Manchmal ist das Kleinstadtleben von einer subtilen Bodenständigkeit, dass einem das Herz übergehen will ...

Samstag, 12. Juli 2008

Sonntag, 6. Juli 2008

Her bigger, fatter, Greekist wedding

Letztes Wochenende hat die ganze Kanzlei ihre Koffer gepackt und ist nach Griechenland geflogen, wo in einem kleinen Dorf in der Nähe von Athen meine Vorgängerin ihren Iosif geheiratet hat.

Bei siebzig Grad im Schatten haben wir zwei Tage lang gefeiert, während sich die Braut aus ihrer Reispanade zu befreien suchte. Der wird dort nämlich innerhalb der Kirche geworfen und klebt toll am verschwitzten Frauenkörper! Für die anschließende Feier hatten die Herren Anwälte extra einen kleinen landestypischen Tanz vorbereitet, der - wie ihr hier sehen könnt - von den Einheimischen angemessen bejubelt wurde:



In der Kürze der Zeit haben wir Städte erobert, ...

... die Akropolis erklommen, ...

(ja, der Wind kam von offensichtlich von oben!)

... das Mittelmeer durchschwommen ...

... und all unser Geld in zeitlose kulturelle Güter investiert. Schön war's! Hach, ich könnte so viel schreiben, aber wer soll das alles lesen? Fliegt halt hin, schaut es euch an und fühlt euch genauso gut wie wir im Schatten des uns immer noch unbekannten Baumes auf der Terrasse des Cafes am Meer von Diakofto.

Wuff, wuff, ein Stöckchen!

Dank Andreas heißt es nun: Runter mit den Hosen!

4 Jobs, die du in deinem Leben hattest:

* Zimmermädchen
* Kopiergerätewartungsmäuschen (Ha!)
* Altenglischtutorin
* Lottoscheinverkäuferin

4 Filme, die du immer wieder anschauen kannst:

* Breakfast at Tiffany's
* Der Stadtneurotiker
* so ziemlich jeden auch nur mittelmäßigen Vampirfilm
* Der Marathon Mann

4 Orte, an denen du (gern) gewohnt hast:

* Holzbüttgen
* Kaarst (Holzbüttgen)
* Neuss
* Kaarst (nicht Holzbüttgen)

4 TV-Serien, die du gerne anschaust:

* Friends
* Dr. House
* Kunst und Krempel
* Neues aus Büttenwarder

4 Plätze, in denen du im Urlaub warst:

* Nova Scotia
* Austin, Texas
* York, GB
* Nea Peramos, Greece

4 Webseiten, die du täglich besuchst:
(wenn ich *täglich* ernstnehme, sind das wohl)

* http://beowulf.engl.uky.edu/~kiernan/BT/Bosworth-Toller.htm
* www.perlentaucher.de
* www.proz.com
* http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

4 deiner Lieblingsessen:

* mit Gorgonzola gefüllte Datteln
* gegrillte Muscheln
* frisches Nussbrot mit Käse und Wein
* Salat, Salat, Salat

4 Plätze wo du gerne im Augenblick sein möchtest:

* Fountains Abbey!
* in einem schattigen Cafe irgendwo im Süden
* Austin
* genau hier - nur mit einem weicheren Kissen im Rücken

4 Blogger, denen du das Stöckchen weitergibst:

* Das ist nicht der Augenblick, um so etwas wie ein Sozialverhalten zu entwickeln! Aber schön, dass wir mal drüber gesprochen haben ...