Jeder Mensch sollte den Anspruch haben, von einem anderen Menschen geliebt zu werden. Per Verwaltungsakt.
Natürlich würden die Ämter ein bis dahin unbekanntes Aufkommen an Beschwerden zu bewältigen haben, aber die Vorteile wären doch nicht zu übersehen. Neben dem Zufallsprodukt einer erfolgreichen Vermittlungsquote von 3,79 % würde auch den Fehlvermittelten und Rückläufern die quälende Sehnsucht nach dem Unerreichbaren, plötzlich allzu herb in die Nase steigenden Nahen aufs Eindringlichste genommen.
Gelassenheit und Ruhe sähe unser Land, Konzentration nicht mehr auf Rosensträucher und Wolkenkuckucksheime, sondern auf die Geschäfte des täglichen Lebens. Unter Jubel würden wir Zeugen einer steigenden Produktivität, welche, nebst einer kaum auf dem finanziellen Seismographen ausschlagenden Steuererhöhung, die Kosten der Beschwerdeabteilung leicht aufzufangen in der Lage wäre.
Vorfreude und Erleichterung - sonst spüre ich nichts, hier auf dem grauen Behördengang, vor mir das silbrige Kästchen mit den erlösenden Wartemärkchen zum Glück. Und wie sich der abgeschlagene Nagellack meines rechten Zeigefingers auf den billigen roten Plastikknopf presst, begreife ich endlich. Meine Marken jedenfalls werden immer die Zahl 23 tragen. Keinesfalls 42, aber vielleicht 666, oder ...
Mittwoch, 6. Februar 2008
Dienstag, 5. Februar 2008
Fräulein Phyllis
"Die rothaarige Phyllis ist um die 40 und lebt noch immer bei ihrer Mutter.
Sie jobbt für ein Taschengeld und quält gelangweilt ihre Katze." (tv info)
Oh mein Gott. Ich bin ein Klischee aus einem Frauenfilm.
Morgen ess ich mein Tellerchen leer und dann wird alles anders!
Sie jobbt für ein Taschengeld und quält gelangweilt ihre Katze." (tv info)
Oh mein Gott. Ich bin ein Klischee aus einem Frauenfilm.
Morgen ess ich mein Tellerchen leer und dann wird alles anders!
Sonntag, 3. Februar 2008
Bava
Gestern habe ich dem Maestro gehuldigt: Mario Bava.
Wer sich fragt, warum man Blut und Obsessionen, Tod und Horror nicht auch mit Ästhetik und psychologischem Interesse verbinden kann, der sollte sich anschauen, was Bava jenseits von gängigen Klischees der Dracula- oder Hexenmythen und lange vor dem etablierten Splatterfilm geschaffen hat.
Das hier sind meine drei Schätze:


Das sieht nach billigem Trash aus? Stimmt. Soll es ja auch, denn Bava wird als Begründer des Giallo-Genres gehandelt - ein Name, der sich von der gelben Farbe der italienischen Groschenromane herleitet. Dabei zeichnen sich die Filme vor allem durch eine beklemmende Atmosphäre aus, die viel ruhiger und nachvollziehbarer bleibt als in ihren modernen Ablegern. Die Farben sind ein Traum und die Gewalt erhält einen Hintergrund, den man nicht immer hätte sehen wollen, zeigt er einem doch so manche Obsession, die weit weniger abwegig ist als die strähnighaarige Besessene mit blutunterlaufenen Augen, die rückwärts die Wände hochkrabbelt und von Satan fabuliert.
Schaut euch das an!
Mein absoluter Favorit bisher ist "Lisa und der Teufel". Da dieser Film es in der ursprünglichen Fassung nicht in die Kinos geschafft hat, gibt es leider nur einen unfertigen Trailer, der dem Film nicht gerecht wird und es auch nicht in meinen Blog schaffen soll.
Wem so ein Film vor die Füße fällt und wer merkt, dass ihm das gefällt: Es gibt auch die Bava-Box Vol. 1 & 2 mit den jeweils am wenigsten gekürzten (auffindbaren) Fassungen der Filme. Kaufen! Und bei Nichtgefallen mir schenken!
Wer sich fragt, warum man Blut und Obsessionen, Tod und Horror nicht auch mit Ästhetik und psychologischem Interesse verbinden kann, der sollte sich anschauen, was Bava jenseits von gängigen Klischees der Dracula- oder Hexenmythen und lange vor dem etablierten Splatterfilm geschaffen hat.
Das hier sind meine drei Schätze:


Das sieht nach billigem Trash aus? Stimmt. Soll es ja auch, denn Bava wird als Begründer des Giallo-Genres gehandelt - ein Name, der sich von der gelben Farbe der italienischen Groschenromane herleitet. Dabei zeichnen sich die Filme vor allem durch eine beklemmende Atmosphäre aus, die viel ruhiger und nachvollziehbarer bleibt als in ihren modernen Ablegern. Die Farben sind ein Traum und die Gewalt erhält einen Hintergrund, den man nicht immer hätte sehen wollen, zeigt er einem doch so manche Obsession, die weit weniger abwegig ist als die strähnighaarige Besessene mit blutunterlaufenen Augen, die rückwärts die Wände hochkrabbelt und von Satan fabuliert.Schaut euch das an!
Mein absoluter Favorit bisher ist "Lisa und der Teufel". Da dieser Film es in der ursprünglichen Fassung nicht in die Kinos geschafft hat, gibt es leider nur einen unfertigen Trailer, der dem Film nicht gerecht wird und es auch nicht in meinen Blog schaffen soll.
Wem so ein Film vor die Füße fällt und wer merkt, dass ihm das gefällt: Es gibt auch die Bava-Box Vol. 1 & 2 mit den jeweils am wenigsten gekürzten (auffindbaren) Fassungen der Filme. Kaufen! Und bei Nichtgefallen mir schenken!
Dienstag, 8. Januar 2008
Today's Pearl of Wisdom: Der Irritator
Obwohl die hier behaupten, der Irritator sei ein Dinosaurier, und obwohl man sich Mühe gab, schlecht gefälschtes Bildmaterial zum Beweis beizubringen,
sagt mir die weibliche Lebenserfahrung etwas anderes:
DAS ist kein Irritator ...
sagt mir die weibliche Lebenserfahrung etwas anderes:DAS ist kein Irritator ...
Montag, 7. Januar 2008
Tribute to Hengstchen
Das widme ich dir, mein kleiner schwarzer Hengst. Nun wohnst du auch dort oben über den Wolken. Weißt du noch, wie wir die Berge rauf gesaust sind - so steil, dass wir direkt in den Himmel gucken konnten - und du hast immer gerufen, dass du noch viel höher möchtest? Nun bist du angekommen. Du warst der treuste kleine Opel, der je die Straßen von Holzbüttgen, ach, was sag ich, von ganz Kaarst befahren hat, mein Kleiner.
15 Jahre hatten wir zusammen. Schlaf jetzt schön.
Wir sehen uns wieder.
Mittwoch, 2. Januar 2008
Eeeek!
Infiltriert sind die letzten Biotope beruflichen Trübsinns. Aus dem Untergrund erhebt sich eine neue Bewegung: Office lip dub!
Ich hab Angst. Ich geh morgen nicht arbeiten.
Aber wenn's denn dann sein muss, schlage ich den beiden tonangebenden Familienvätern dies hier als Grundlage vor. Ich persönlich bin bescheiden und begnüge mich gerne mit der kleinen Nebenrolle der jungen Dame im noch kleineren Sportwagen, hehe.
Ich hab Angst. Ich geh morgen nicht arbeiten.
Aber wenn's denn dann sein muss, schlage ich den beiden tonangebenden Familienvätern dies hier als Grundlage vor. Ich persönlich bin bescheiden und begnüge mich gerne mit der kleinen Nebenrolle der jungen Dame im noch kleineren Sportwagen, hehe.
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