Sonntag, 3. Februar 2008

Bava

Gestern habe ich dem Maestro gehuldigt: Mario Bava.

Wer sich fragt, warum man Blut und Obsessionen, Tod und Horror nicht auch mit Ästhetik und psychologischem Interesse verbinden kann, der sollte sich anschauen, was Bava jenseits von gängigen Klischees der Dracula- oder Hexenmythen und lange vor dem etablierten Splatterfilm geschaffen hat.

Das hier sind meine drei Schätze:

Das sieht nach billigem Trash aus? Stimmt. Soll es ja auch, denn Bava wird als Begründer des Giallo-Genres gehandelt - ein Name, der sich von der gelben Farbe der italienischen Groschenromane herleitet. Dabei zeichnen sich die Filme vor allem durch eine beklemmende Atmosphäre aus, die viel ruhiger und nachvollziehbarer bleibt als in ihren modernen Ablegern. Die Farben sind ein Traum und die Gewalt erhält einen Hintergrund, den man nicht immer hätte sehen wollen, zeigt er einem doch so manche Obsession, die weit weniger abwegig ist als die strähnighaarige Besessene mit blutunterlaufenen Augen, die rückwärts die Wände hochkrabbelt und von Satan fabuliert.

Schaut euch das an!



Mein absoluter Favorit bisher ist "Lisa und der Teufel". Da dieser Film es in der ursprünglichen Fassung nicht in die Kinos geschafft hat, gibt es leider nur einen unfertigen Trailer, der dem Film nicht gerecht wird und es auch nicht in meinen Blog schaffen soll.

Wem so ein Film vor die Füße fällt und wer merkt, dass ihm das gefällt: Es gibt auch die Bava-Box Vol. 1 & 2 mit den jeweils am wenigsten gekürzten (auffindbaren) Fassungen der Filme. Kaufen! Und bei Nichtgefallen mir schenken!

Dienstag, 8. Januar 2008

Today's Pearl of Wisdom: Der Irritator

Obwohl die hier behaupten, der Irritator sei ein Dinosaurier, und obwohl man sich Mühe gab, schlecht gefälschtes Bildmaterial zum Beweis beizubringen,

sagt mir die weibliche Lebenserfahrung etwas anderes:
DAS ist kein Irritator ...

Montag, 7. Januar 2008

Tribute to Hengstchen



Das widme ich dir, mein kleiner schwarzer Hengst. Nun wohnst du auch dort oben über den Wolken. Weißt du noch, wie wir die Berge rauf gesaust sind - so steil, dass wir direkt in den Himmel gucken konnten - und du hast immer gerufen, dass du noch viel höher möchtest? Nun bist du angekommen. Du warst der treuste kleine Opel, der je die Straßen von Holzbüttgen, ach, was sag ich, von ganz Kaarst befahren hat, mein Kleiner.

15 Jahre hatten wir zusammen. Schlaf jetzt schön.
Wir sehen uns wieder.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Eeeek!

Infiltriert sind die letzten Biotope beruflichen Trübsinns. Aus dem Untergrund erhebt sich eine neue Bewegung: Office lip dub!



Ich hab Angst. Ich geh morgen nicht arbeiten.

Aber wenn's denn dann sein muss, schlage ich den beiden tonangebenden Familienvätern dies hier als Grundlage vor. Ich persönlich bin bescheiden und begnüge mich gerne mit der kleinen Nebenrolle der jungen Dame im noch kleineren Sportwagen, hehe.

Dienstag, 1. Januar 2008

Tri, tra, trullala ...

... das Kasperle war krank. Also gab es ein Silvester allein mit Notfallwein von der Tankstelle und Heldinnen im Fernsehen. Auch schön. Auf 'ne Art.



Und manches andere, an das ich mich dabei erinnerte, behält wohl auch zeitlebens seinen Charme.

Montag, 31. Dezember 2007

Eine Landpartie! (Urban style)

Gestern hat mir der Oliver einen wunderbaren Tag voller Überraschungen beschert!

Erst ging es in die Essener Domschatzkammer, wo ich meiner Mittelalterliebe genauso frönen konnte wie dem Gold-und-Edelsteine-Fetisch. Besonders beeindruckt hat mich "Essen sein Schatz", die Goldene Madonna – das älteste vollplastische Madonnenbildnis überhaupt.

Die Madonna stammt aus dem 10. Jahrhundert, aber die verstörenden Email-Augen verleihen ihr ein noch archaischeres Aussehen. Ein weiteres Highlight war die Lilienkrone Ottos III mit dazugehörigem Prunkschwert.


Eventuell ebenfalls aus dem 10. Jahrhundert. Natürlich. Alles Gute stammt aus dem 10. Jahrhundert. Von mir aus - ausnahmsweise - auch mal nicht von der Insel. An Mariä Lichtmess trug auch die Goldene Madonna diese Krone. Das hätte ich zu gerne gesehen.

Und dann gab es noch Reliquienmonstranzen und Manuskripte und Kelche und Heiligenskulpturen und goldene Bucheinbände (ich will auch!) ...

... und Oliver hat sich in den Schmuck verliebt ...

... der viel kleiner ist, als er hier aussieht!

Mädchen im Glück.

Mädchen noch viel mehr im Glück, als es dann nach Bochum ging. Da haben wir uns im Planetarium eine Vorführung über die Entstehung des Weltalls angeschaut. Zwar nur auf den harten Holzstühlchen am Rand - weil wir ein bisschen spät dran waren - und bei lautem Gequietsche des Liegestuhls nebenan, aber es war sehr, sehr schön.

Toll war auch der Teil, in dem ein Einblick über die mögliche Entwicklung des Universums gegeben wurde. Zum Beispiel das enorme Schwarze Loch, das sich bildet, wenn die Milchstraße mit dem Andromedanebel kollidiert. Eine Simulation hat gezeigt, wie das von der Erde aus am Nachthimmel wirken würde. Man könnte praktisch in das Loch hinein schauen. Ich bin froh, heute zu leben, doch, doch.

Mir kommen immer ein bischen die Tränen, wenn ich in so einen tollen Sternenhimmel schauen darf. Aber nicht weitersagen!

Zum guten Schluss wurde noch im Profi-Grill gespeist. Der Wurstfreund weiß Bescheid. Die Drei-Sterne-Pommesbude in Wattenscheid.

Nochmal ein großer Dank für einen tollen Tag!

Ein Männlein steht im Walde ...


... oder ist das schon der ganze Wald?!

Weihnachten einmal ökologisch, will sagen: Mein Baum wurde schon tot geboren. Das ist unheimlich gut für's Karma, nachhaltig und sogar recht hübsch. Also - dekoriert, später dann.

Das hier ist eine bereits gefledderte, nachweihnachtliche Variante. Ich habe den Baum natürlich mit Absicht so klein gewählt. Denn wenn es um die VIELEN Geschenke geht, heißt es nun auch für ihn: Mitten drin, statt nur dabei!