Dienstag, 11. Dezember 2007

Aktionismus

Manchmal muss eine kleine Frau tun, was eine große auch täte, wenn's die Seele verlangt. Hat aber gar nicht geholfen. War nur teuer ... :(

P.S.: Der Friseur hat nicht auf den Tisch gepasst. Und den neuen Rock ziehe ich nicht wieder für euch aus.


Samstag, 1. Dezember 2007

Today's Pearl of Wisdom: Der Zwergenwein

Er altert in Würde, der Fligenpilz, denn er lässt nicht das Hütchen hängen, sondern stellt dessen Ränder auf und sammelt einen letzten Schluck frischen Regenwassers. Aber was da im Zwergenbecher gärt – sollte das Wasser über einige Tage stehen bleiben – ist ein Pfützchen der pikanten Art. Der Fliegenpilz gibt nämlich seine Giftstoffe in das Wasser ab und produziert so den "Zwergenwein".

Mögliche Folgen sind in Märchen nachzulesen - und in obskuren Internetforen rund um "psychoaktive" Selbstexperimente.

Helau! -llelujah?

Wenn die Kunst schon kein Erfolg war - Glühwein geht immer, hehe. Und der Weihnachtsmarkt war dann auch, wie so ein Weihnachtsmarkt am Samstagabend in der Nähe der Düsseldorfer Altstadt zu sein hat: Alkohol- und Knoblauchschwaden vermischen sich romantisch mit Holzspanduft und Nussresten zwischen den Zähnen.

Doch was ich dann sah, nahm dem Genuss für immer seine Unschuld! Erwin, dat jibt nix mehr ...

Wirst du denn niemals still sein?



Das ist nur fair. Da trampeln Menschen durch das eigene Leben, blättern sich durch Aufs und Abs, stecken ihre Nasen in Lebenskrisen und Familienfotos - da muss man auch mal zurück schauen. Ganz direkt. One on one. Ich war aber nicht alleine bei Beuys. Ich hatte nicht die Muße, ihm die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken, und auch nicht die, ihm zuzuhören.

Nicht, dass ich nicht gewollt hätte. Aber wenn er jetzt schweigt, so sagt das doch nichts über sein Mitteilungsbedürfnis. In der Ausstellung im Stadtmuseum jedenfalls gab es eine große Sprachverwirrung aus vielen Stimmen: die am besten verständlichen waren nicht zu hören, da sie - welch Glück - in ihren Kopfhörern verblieben. Aber da floss ein Teppich aus gemurmelten Lückentexten aus miniaturhaften Displays (die für Menschen unter 1,60 m leider nicht einsehbar waren), ständig übertönt vom O-Ton des Künstlers aus der Hallenmitte. Mit den Ohren waren auch die Augen überfordert, die angesichts dieser ständigen akustischen Einmischung tapfer Zeichen ans Gehirn übertrugen und dort einfach nicht erhört wurden.

Und auch im Herzen der Ausstellung, dort wo nur eine Stimme sprach (und endlich auch verständlich!) erneute Verwirrung. Zwei Monitore, in einigem Abstand aufgestellt, zwingen zur ersten Entscheidung der Blickrichtung; die wahre Herausforderung besteht jedoch aus den insgesamt vier Knöpfen zur Videowahl. Eine einsame Entscheidung, die man der Bestuhlung zufolge gleich für 20 Betrachter fällen muss. Ich hatte Glück. Ich war nicht allein, aber zu zweit waren wir es durchaus. Und wenn nicht? Wer gewinnt? Vielleicht hilft der Blick an die Nachbarwand: "Demokratie ist lustig", steht da.


Sicher werde ich wiederkommen, lieber Josef. Und dann sehen wir uns alleine. Nur du und ich und meine Ohrenstöpsel.

Mittwoch, 21. November 2007

Stand together - and RULE!

Jeden Abend im Fernsehen sehen unsere Mehrbeiner/innen menschliche Zeugnisse von Solidarität unter mindervergüteten Abhängigen und harten Verhandlungen zur Verbesserung der Lebensumstände. Lasst uns ihnen nicht den Eindruck geben, dies sei vorbildlich. Lasst uns unsere Vorrechte verteidigen und die Anhöhen der Evolution von Konkurrenz freihalten: Schickt eure Mehrbeiner/innen vor Genuss dieses Zeitzeugnisses aus der Wohnung. Verhängt die Fenster. Monopolisiert euer Wissen - denn die Konsequenzen können wir alle nur erahnen!

Sonntag, 11. November 2007

Mittwoch, 3. Oktober 2007