Samstag, 2. Juni 2007

Traumkleid!

Das Schöne am Lektorieren ist ja, dass man so viel dabei lernt. Allerdings erst nach einer manchmal langen Frustrationsphase. Nehmen wir einmal das Thema Mode. Da gibt es Dinge, über deren Sinn oder Ästhetik ich gar nicht mal streiten will. Aber: Wie nennt man das dann? Was macht man, wenn aus dem bekannten Lätzchen plötzlich ein sprachliches Detail der Designerbluse wird? Wie hat sich der traditionelle Arbeitskittel zu Kleidchen oder Jacke gewandelt? Und wieviele Bezeichnungen für Saumlängen und -verarbeitungen braucht die Welt?

Antworten demnächst nachzulesen in der neuen Mode Depesche (und hier) zum Thema "Traumkleid" von heimat.

Touch me!


Die Kanzlei hat ein neues Schätzchen. Die Talea Touch & Milk Island. Ab sofort beginnt der Tag mit einem Schaumbad auf der Insel und schwindligen Tassen im Fahrstuhl. Toll.

Diese Arbeitsvermeidungsmaßnahme lässt sich mit einem Dreh von Kaffee auf Espresso umstellen. Das Ganze funktioniert für drei programmierbare Tassenfüllmengen, die dank elektronisch höhenverstellbarer Abtropfschale Touch Lift ihren Weg in die perfekt positionierten Behälter finden. Ob sich ein Zulauf für Zimtsirup installieren lässt, ist noch nicht geklärt.

Schöne Männer in nassen Hosen

Ein wenig später ging es dann mit meinem Lieblingspiraten in den Fluch der Karibik 3. Was man uns nicht gesagt hatte, war, dass der Film 3,5 Stunden dauert. Mit Pause. Vielleicht wurde er auch nur ein wenig langatmig, weil die Lüftung im Kino nicht funktioniert hat? Jedenfalls fing ich an zu rechnen: 9 Piratenoberhäupter mit jeweils einer Crew von vielleicht 30 Mann macht 270 Piraten, die - bei einer durchschnittlichen Sterbegeschwindigkeit von 4 Sekunden - eine Schlachtsequenz von mindestens 18 Minuten erfordern. Da sind dann aber noch nicht die langsam und/oder spektakulär Dahinsiechenden eingerechnet, was das Zeitkontingent offensichtlich um noch einmal 45 Minuten hoch treibt. Sagen wir es so: Es zog sich.

Den Drink im Miles Smiles am Hafen haben wir uns jedenfalls redlich verdient! Und Männer in nassen Hosen gab es da auch!

Fast Forward!

Was bisher geschah:

Während andere - wie immer! - ein langes Wochenende an der Nordsee verbrachten

wrang ich im Dienste an Umwelt und Technik den Duden aus und polierte Satzzeichen. Rückmeldungen meiner Auftraggeber wie "Das ist so korrekt übersetzt. Drum lassen wir es stehen, auch wenn es nicht verständlich ist!" konterte ich mit meiner neuen Gelassenheit des Alters, die nicht unerheblich gestützt wurde durch schöne Geschenke!

Wie das:
(Kindergeburtstag im Büro)

Oder das:
(Der Welt beste Sandwichtoaster!)

Und erst dieses hier:


(the french Impressionists - a selection of songs)



Dienstag, 8. Mai 2007

Da war ich gerührt ...

Im Miss Moneypenny in Bilk, dessen lila Außenwirkung mir immer den Eindruck vermittelt hatte, die Jameses und Bonds dieser Welt wären dort eher deplaziert, stimmte gestern schon verdammt viel.

Zum Beispiel, dass ich Tom wieder Erwarten doch nicht bei der Garderobiere verwahren musste. Oder die fürsorgliche Bedienung, die mir stets hilfreich zur Seite stand, wenn es galt, feministische Spitzen zu schleudern oder einfach nur den Zuckerhaushalt durcheinander zu (na gut, vielleicht doch) schütteln.

Aber das ließ ich mir gerne gefallen zwischen Garnelen an Zitronengraspesto oder gebackenen Zucchini mit Ziegenkäse auf Couscous mit Gemüse und Schnittlauchblüten. Schnittlauchblüten! Da war ich gerührt. Das gibt's sonst nur bei Mami. Erst das weiße Schokoparfait mit Erbeeren auf Kiwisauce ließ mich die Waffen strecken. Jedenfalls fast. Denn die Waffen der Frau sind im Miss Moneypenny immer geladen!

Zum Beispiel diese hier, der offizielle "Miss Moneypenny", dessen nicht nur äußerliche Blässe dank Gin, Zitrone und Ingwer an eine fast jugendfreie Fassung des "Chinese" der Melody Bar erinnert.

Maiglöckchen, Weißröckchen ...

Und dann war Stille im Fernseher. Ob das an den sonderbaren Eisblüten liegt, die der Klimawandel grade in der Satellitenschüssel sprießen lässt? Erderwärmung from scratch.


Mittwoch, 2. Mai 2007

www.silent-castle-der-film.de






schluff, schlapp
schluff, schlapp


schlapp, schluff, schlapp, schluff
schlapp, schluff, schlapp, schluff


Starring: Schloss Dyck


Further appearances by:

ein heuhaufen als Eine Ausstellung
die völlerei als Der Landladen
huibuh als Das Publikum


Music by:

Zu Asche