Samstag, 1. November 2008

Der Superlativ

Wie steigerungsfähig ist eigentlich die Liebe? Ich bin älter geworden und mir sind mit den Jahren Männer begegnet, die ich dafür bewundere, wie sie leben, dafür, was sie denken und wer sie sind. Natürlich setzt das Maßstäbe, und ich merke, dass ich mich nicht mehr so oft verliebe wie früher. Versteht mich nicht falsch, hier schreibt keine frustrierte Mittdreißigerin. Es macht mich glücklich, solche Männer als Freunde in meinem Leben zu haben, auch wenn sie aus den verschiedensten Gründen jetzt nicht hier sind. Aber wie wird das mit Mitte Vierzig sein?

Ich möchte glauben, dass Liebe an sich immer gleich bedeutend ist. Weil eine geringe Liebe den Namen nicht verdient hätte. Muss man also seltener lieben, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu bleiben? Ist es am Ende ein Nachteil, zu oft geliebt zu haben? Und dann auch noch die richtigen Menschen? Muss man sich anhören, zu hohe Ansprüche zu haben, wo Gefühle doch kaum einmal dem bewussten Willen folgen? Wenn es also doch noch gut enden soll: Wie steigerungsfähig ist sie, die Liebe?

Freitag, 31. Oktober 2008

Gerechte Rache

Ich bekomme mittelschwere Nervenzusammenbrüche und Sinnkrisen, wenn mal wieder ein "Beowulf"-Film in die Kinos kommt. Ich ertrage einfach nicht, wie wenig - und was - da von dem eigentlichen Text übrigbleibt.

Aber endlich habe ich meine eigene kleine Rache gefunden: Henry VIII in "The Tudors"! Für alle, die sich mit seiner Zeit so beschäftigen wie ich mich mit dem 10. Jahrhundert, ist diese Serie bestimmt das Grauen. Aber für mich gibt es grade nichts Schöneres, als mit einem Glas Rotwein auf der Couch zu liegen, und mich zu wundern, wie sich die Geschichtsschreibung bloß so irren konnte. Es muss der Neid der Gelehrten gewesen sein, der uns bisher über das blendende Aussehen und das fantastisch erotische Charisma dieses durchaus liebenswerten blutrünstigen Königs im Dunkeln gelassen hat:



Mein persönliches Reenactment ist jedenfalls in vollem Gange. Phase 1: die modische Retrolution! 200 Meter Korsettschnürung? Pah! Nach Intelligenztest, Makrameeschnellkurs und Selbsttötungsversuchen nach Anleitung an der Türklinke nach nur 1,5 Stunden gar kein Problem mehr! Long live King Henry!

Letzte Worte

Schon von Weitem konnte ich jede Menge Blaulichter sehen, als ich grade nach Hause kam - und irgendwie gefährlich nah an meiner Wohnung! Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei. Tja. Schräg gegenüber - so viel weiß ich inzwischen - brennt(!) wohl eine Gasflasche. Oder es brennt, und das Gas tritt irgendwo aus? Wie amüsant. Die Straße ist jedenfalls gesperrt und die jungen Lebensretter reißen Witze über die ausweglose Lage, die alle Anwohner draußen mit unglaublich gelöstem Lachen beantworten. Evakuiert wurden wir aber noch nicht ...

Es war schön mit euch!

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Frohes Erwachen

Letzte Nacht habe ich im Traum ein unfreiwilliges Branding bekommen.
Skurril genug, aber es war ein 20 x 20 cm großer, roter Traktor!

Samstag, 27. September 2008

Knick knack!

Heute hatte ich die erste Stunde Ashtanga Yoga bei Knochenknacker-Karle. Zwischendurch fühlte ich mich in meine Schulzeit zurückversetzt, als der Sportlehrer bei der Korbleger-Prüfung entnervt schnauzte: "Ich weiß, dass du da nicht dran kommst, aber tu doch wenigstens so, als würdest du springen!"

"Ich will doch nur sehen, dass du es versuchst! Das reicht mir doch schon!" hieß es heute, als ich hoch konzentriert im Schneidersitz saß, die Muskeln zum Zerreißen gespannt, sämtliche Bandhas in Hab-Acht-Stellung, die Arme wie Schaukelstützen im Boden verankert, aber da hob sich kein Po in die Lüfte. Ich bin doch kein Orang-Utan!

Dabei ist dieser Lehrer so hübsch und geschmeidig, dass ich eigentlich, wirklich und unbedingt durchaus würde tun wollen, was er sagt! Zum Glück gibt es ja aber immer Luft nach unten. Für nächste Woche werde ich eine spektakuläre Knotenstarre im "spreizfüßigen Kranich" einstudieren. Mal sehen, wer dann zuletzt lacht!

Samstag, 13. September 2008

Besetzungscouch

Da der Tanzkurs ja noch nicht lief, fand ich es eine kluge Idee, weiter nach einem passenderen Gegenüber zu suchen. So traf ich mich an fremdem Ort mit fremdem Menschen zum Kennenlernen und hatte einen unerwartet interessanten, unterhaltsamen Abend. Dieses selbstbewusste Drauflos klingt so wenig nach mir, dass ich mich - um die positive Erfahrung nicht ungenutzt verpuffen zu lassen - schon frage, wen ich als nächstes casten könnte. Katzenfutterreservist? Bettlakenentkrümler? Ich muss mich gleich an die Stellenbeschreibungen machen.

Und wenn es mit dem Tango nicht klappt, wird es wohl der Lindy-Hop!

Freitag, 5. September 2008

Genau so!



Ab Oktober dann auch ich! Die bisherige männliche Besetzung ist allerdings 10 Jahre jünger (was mich nicht wirklich stört) und 30 cm größer (worin ich ein unlösbares tanztechnisches Problem sehe). Aber es sind ja erstmal nur 5 Schnupperstunden. Ich werde meinen Tanguero schon finden! Rrrrrr ...